Was, bitte, ist ein PIM System und warum brauche ich das (oder auch nicht)? - Teil 1

Stop, das sind gleich zwei Fragen….

Genau diese Frage haben wir uns 2008 auch schon gestellt. (uns gibt es übrigens seit 2007)…

Damals verstand man unter PIM eigentlich etwas anderes. Die meisten brachten den Ausdruck PIM als Abkürzung für P ersonal I nformation M anager in Verbindung. Das waren noch früher Outlook oder ein Palm Pilot.

Heute versteht man unter PIM eher P roduktI nformationsM anagement.
Also Stammdatenpflege für Produktdaten und die Bereitstellung in unterschiedlichen Ausgabekanälen.

Genau, das Multichannel, von dem man immer wieder hört.

Was gehört in ein PIM-System?

Alle Daten welche mit Produkten zu tun haben.

Darunter zum Beispiel:

  • Assets, also
    • Bilder
    • Datenblätter
    • Videos
    • Montage- und Bedienungsanleitungen
    • Technische Zeichnungen
  • Technische Daten, wie:
    • Materialien
    • Oberflächen
    • Anschlusswerte, falls das Produkt Strom benötigt,
    • Umgebungsdefinitionen wie
    • Betriebstemperatur
    • Luftfeuchtigkeit
    • Zertifikate (der Papierkrieg dazu als elektronische Datei wäre ein Asset, siehe oben)
  • Kaufmännische Daten
    • eindeutige Artikelnummer
    • Produktname
    • Preis
    • Abmessungen und Gewicht
    • GTIN/EAN
    • Zolltarifnummer
    • Ursprungsland
    • und vieles weitere mehr.

Assets werden lediglich verwaltet und ggfs. für spezielle Ausgabe umgerechnet.

Jetzt höre ich schon die ITler stöhnen… „Schon wieder ein Projekt mit drei Buchstaben“…

Leider haben viele IT Systeme Abkürzungen mit drei Buchstaben, so wie CRM, ERP, CMS, PLM, DAM, MAM, DTP, MDM…

Und die nächste, logische Frage:

„Ha, für kaufmännische Daten habe ich ein ERP, für technische Daten habe ich ein PLM und für Assets habe ich ein MAM, dann brauche ich kein PIM.“

Falsch das ist, und warum, lesen Sie in Teil 2.